Der Saft des Gummibaums

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Den Naturstoff Kautschuk verwendet man schon seit Jahrtausenden. Er wird aus dem elastischen Harz des Baumsaftes gewonnen. Der Name Kautschuk kommt aus dem indianischen von Kaou-tschou und bedeutet „Stamm, der traent“.

Auf seiner Amerika Reise im Jahr 1492 entdeckte Christopf Columbus in Haiti die Spiele mit den Kautschukbaellen und berichtete nach seiner Ankunft in Europa vom Werkstoff Kautschuk.

Doch nicht nur Baelle wurden aus dem Rohstoff hergestellt, mit Kautschuk dichtete man Gefaeße ab und beschichtete Kleidungsstuecke.

Proben des Kautschuk wurden erstmals im 16.Jahrhundert nach Europa gebracht. Allerdings galt es eher als Kuriosum ohne praktischen und wirtschaftlichen Wert.

Im Jahr 1740 machte der Franzose De La Condamine die franzoesische Akademie auf die besonderen Eigenschaften und Elastizitaet des Kautschuk aufmerksam.

Der Englaender John Priestley nutzte den Kautschuk im Jahr 1770 als Radiergummi.

Im 18. Jahrhundert impraegnierte man dann Maentel mit einer Loesung aus Kautschuk, Terpentin, Petroleum und Benzol.

1825 wurden die ersten „Macintosh’s“ durch Charles Macintosh hergestellt wurden. Allerdings waren diese Maentel an heißen Sommertagen weich und klebrig und an kalten Tagen eher hart und bruechig.

Kurz danach entwickelte Nathaniel Hayward das Vulkanisationsverfahren (dreidimensionale Vernetzung) mit Schwefel.

Hierbei werden Makromolekuele miteinander verkettet. Die eingesetzte Menge des Schwefels bestimmt dabei die Haerte des Gummis. So konnte man Weichgummi und Hartgummi herstellen.

Die Firma Goodyear kaufte dieses Verfahren und begruendete somit die großtechnische Verwendung.

Latex ist der Saft des Gummibaums. Hauptsaechlich wird Latex aus der Pflanze Hevea-Brasiliensis gewonnen Diese Pflanze waechst in Brasilien, Malaysia, Vietnam und Kamerun.

Die Rinde des Baumes wird angeritzt und das ausfliesende Latex wird in kleinen Gefaeßen aufgefangen.

Die Elastizitaet und Zaehigkeit des Latex wird von keinem kuenstlichen Produkt uebertroffen, geschweige denn ueberhaupt erreicht.

Aus fluessigem Latex werden duennwandige Gummiartikel hergestellt. Das koennen zum Beispiel Luftballons, Babysauger, Operationshandschuhe oder Klebstoffe sein.

Die Zusammensetzung von Latex ist zu 60% Wasser, 20 % bis 45% Kautschuk, 2% Proteine, 1,5% Harz und 0,5% Fettsaeuren.

214 days ago by in Freizeit & Familie | You can follow any responses to this entry through the RSS feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
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