Brettspiele gibt es schon seit mehr als 4000 Jahren. Dafuer gibt es Beweise. Welche Spiele das waren, weiß man allerdings nicht.
Erst im 13. Jahrhundert fand man erste Aufzeichnungen von Spielen. In Manuskripten wurden die unterschiedlichsten Spiele beschrieben und erklaert. Schon damals wurden die Spiele auf einem begrenzten Untergrund gespielt und hatten eine Spieleranzahl von mindestens zwei.
Erst in der heutigen Zeit gibt es auch Brettspiele, die von einem Spieler alleine gespielt werden koennen.
Das wohl aelteste Brettspiel der Welt ist das Schachspiel. Heute zaehlt es zu den klassischen Brettspielen.
Die erste Dokumentation ueber das Schachspiel fand man im 7.Jahrhundert nach Christi. Schach wurde hauptsaechlich in Indien und Persien gespielt, waehrend die Spielweise von Land zu Land unterschiedlich waren.
In den 60er Jahren erkannte die amerikanische Firma 3M den europaeischen Markt der Brettspiele. Parallel dazu gruendete eine Zigarettenherstellerfirma unabhaengig von der Firma 3M in vielen Staedten „Spieleclubs“. Man kann sagen, dass so der Grundstein fuer die Entwicklung der Brettspiele in Europa gelegt wurden.
Im Jahr 1979 wurde in Europa erstmalig der Preis „Spiel des Jahres“ vergeben. „Spiel des Jahres“ ist ein Kritikerpreis, der an ein gutes Spiel aus dem vorherigem Jahrgang verliehen wird.
Durch die Verleihung des Preises, wurden Brettspiele auch außerhalb der Spieleszene bekannt und fuer Familien als spielenswert erachtet.
Spaeter eroberten auch europaeische Spiele den amerikanischen Markt. Hier wurde die Welt von Monopoly und Trivial Persuit durch das Sammelkartenspiel Magic aufgemischt. Fuer Spieler eroeffneten sich damit ganz neue Welten.
Doch Brettspiele dienen nicht nur der Unterhaltung sondern haben auch eine besondere Funktion in der Gesellschaft. Kinder sowie Erwachsene koennen ihren Spieltrieb auszuleben. Außerdem lernen bereits Kinder unbewusst sich in einem sozialen Handlungsrahmen zu bewegen. Waehrend des Spiels muss man sich genau wie im wirklichen Leben an bestimmte Regeln halten. Es beginnt mit der Krabbeldecke und geht bis hin zu den beliebten Holzspielen.
Mit zunehmendem Alter veraendert sich auch die gesellschaftliche Stellung des Brettspiels. Ab einem bestimmten Alter geht es nicht mehr darum bestimmte Dinge zu erlernen, sondern es geht um Entspannung. Waehrend des Spiels kann man dem Alltag fuer eine gewisse Zeit entkommen. Seniorenspiele sind sehr beliebt um soziale Kontakte zu pflegen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und das bis ins hohe Alter.
Da dem Menschen ein gewisser Spieltrieb quasi schon in die Wiege gelegt wird, kann man sich noch auf viele interessante Spiele freuen.
